Mathematik in der Kita

Wenn wir unsere Kinder unter dem mathematischen Aspekt beobachten, dann können wir feststellen, dass sie auch ohne unser Zutun, sich aktiv in diesen Bereichen betätigen. Von Geburt an setzen sie sich permanent eigentätig ein, um ihre Kenntnisse zur Welt zu erweitern einhergehend mit dem Bedürfnis, sich in ihr zurecht zu finden. Dabei differenzieren und erweitern sie ihr Wissen und bilden eigene Theorien.

Sie greifen, forschen und erproben die Dinge, die sie unmittelbar betreffen. Ihre Lust zu entdecken, zu sammeln, zu ordnen, zu wiegen, zu messen, zu zeichnen, zu zählen, zu hinterfragen, zu erklären, zu bauen und zu konstruieren zeigt sich unablässig auch im Alltagsleben in der Kita. Neugierig und wissbegierig interessieren sie sich für Dinge und Themen mit denen Erwachsene umgehen.

Grundlegend für die mathematische Bildung ist, inwieweit es gelingt diesbezüglich vielfältige anspruchsvolle Herausforderungen in den Alltag der Kinder zu integrieren.

 

Mathematik im Alltagsgeschehen der Kita

Die mathematischen Grundfertigkeiten der Kinder zu fördern heißt für uns, die unmittelbaren Erfahrungen des Kindes aufzugreifen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten im Rahmen des Kita -Alltages, wo wir die Kinder in diesem Bereich anregen, unterstützen und herausfordern können.

Mathematik in der Kita ist nicht ein verschultes Vorgehen, sondern setzt auf die vielfältigen natürlichen mathematischen Erfahrungsmöglichkeiten der Kinder im Alltag, Diese werden bewusst von uns aufgegriffen und unterstützt. Sie haben nur dann Sinn, wenn sie für die Kinder als Bereicherung erlebbar werden.

 

Förderung der mathematischen Basisfähigkeiten

Wenn wir unsere Kinder in ihrer Lernentwicklung unterstützen wollen, dann geht es nicht darum, sie mit allen möglichen guten Angeboten zu überhäufen – damit können eher auch wertvolle Lernprozesse verhindert werden - ,sondern darum ihnen Lernsituationen zu ermöglichen, die an ihren Interessen und Bedürfnissen ansetzen, ihr eigenständiges Lernen unterstützen und ein Lernen in Lebenszusammenhängen ermöglichen. In diesem Prozess brauchen die Kinder interessierte Erwachsene, die sie liebevoll, gelassen und  neugierig begleiten.

Umwege und Fehler gehören zum Lernen und können mitunter den Lernprozess verstärken. Kinder verbessern ihre Fähigkeiten ebenso wie Erwachsene durch eifriges Üben. Für unser pädagogisches Handeln bedeutet dies, über das alltägliche Handeln indirekte Herausforderungen an die Kinder zu inszenieren, bei denen sie vielfältige und interessante Möglichkeiten finden, etwas neu Erlerntes regelmäßig auszuprobieren und es damit zu vertiefen.

Das Lernen mathematischer Inhalte steht in einem engen Zusammenhang mit den Wahrnehmungsfähigkeiten der Kinder: Mengen erfassen und zuordnen, Reihenfolgen fortsetzen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen, räumliche Orientierung ausmachen. Die Wahrnehmungsfähigkeiten bilden den Grundstock für die mathematische Kompetenz.