Pfarrkirche St. Maria Magdalena

Pfarrkirche St. Maria Magdalena
Innenraum

Dieser Satz steht auf dem Grundstein der Pfarrkirche St. Maria Magdalena, die in den Jahren 1964/65 unter der der Leitung des damaligen Pfarrers Jakob Mohr nach den Plänen des Trierer Architekten van Stiepelen erbaut wurde. An gleicher Stelle in der Dorfmitte stand die alte Dorfkirche aus dem 16. Jahr-hundert, die in den Jahren 1921 bis 1923 durch einen einfachen Anbau erweitert wurde. Vom ältesten Teil blieben aus denkmalpflegerischen Gründen der gotische Chorturm aus dem 15. Jahr-hundert und das spätgotische Kirchen-schiff aus dem 16. Jahrhundert erhalten.

Der Erweiterungsbau aus den 20er Jahren musste weichen. In der „alten Kirche“ finden heute noch die Werktagsgottesdienste und Andachten statt. Die Fenster der Kirche zeigen (von rechts nach links) Maria Magdalena, wie sie Jesus die Füße wäscht, den heiligen Servatius, Bischof von Tongern (Belgien) und Nathanael unter dem Feigenbaum. Die Pieta aus der Zeit des 1. Weltkrieges stammt von dem Wittlicher Bildhauer Josef Kickkartz. An der Außenwand der alten Kirche fällt ein Relief auf, das den Auszug aus Ägypten, die 10 Gebote und kleine Teufelchen darstellt.

Im Turm der heutigen Kirche, der bis auf den Turmhelm dem Turm der alten Kirche originalgetreu nachgebaut wurde, befindet sich die Taufkapelle. Die Fenster dort zeigen die Herabkunft des heiligen Geistes an Pfingsten und die Taufe Jesu im Jordan. Die beiden kleinen Figuren in der Taufkapelle zeigen die Pfarrpatronin Maria Magdalena und die heilige Luzia. Die neue Kirche, die am 6. August 1966 konsekriert wurde, verfügt über rund 400 Sitzplätze und konnte nur durch eine beispiel-hafte Mithilfe der Pfarrangehöri-gen in Form von Eigenleistung und finanziellen Beiträgen realisiert werden.

Der Baustil der Kirche ist der damaligen Zeit entsprechend schlicht gehalten. Das Kirchendach hat die Form eines Zeltes. Dem Besucher fällt das emaillierte bronzene Altarkreuz auf, dessen Mitte den auferstandenen Christus zeigt. Auf dem Kreuz selbst sieht der Betrachter (entgegen dem Uhrzeigersinn) ein Auge als Symbol Gottes des Vaters, eine Taube als Symbol des heiliges Geistes, Mariä Verkündigung, die Geburt Jesu, einen Dornenkranz, Grab/Tod dargestellt durch ein Loch, Auferstehung und Himmelfahrt.

Ein in Stein gehauenes Wandfries rechts und links des Tabernakels stellt das Volk Gottes auf dem Weg zu ihm dar. Rechts uns links des Altarraumes stehen die holzgeschnitzten Figuren Maria und Josef. Sie wurden von den heimischen Künstlern Hanns Scherl aus Wittlich und Backes aus Landscheid gefertigt. Der Kreuzweg aus Holz wurde von einem Lüxemer Schreiner gestaltet und gestiftet. Die beiden senkrechten Fenster des Altarraumes zeigen betende und zum Himmel schauende Engel.